Internetfernsehen

Bis Jahresende will die Telekom 500.000 Kunden für einen Fernsehenzugang über das Telefonkabel gewinnen. Damit sie ihr Vorhaben erfüllen kann, werden Rabattaktionen ins Leben gerufen. So darf das "Entertain" genannte Produkt für die ersten zwei Monate kostenlos bezogen werden. Wer dann noch unzufrieden ist, kann umgehend kündigen.

Das Angebot zeigt, dass es mit der Einführung von Internetfernsehen noch nicht weit her ist. Hansenet bietet denjenigen Kunden, die eine DSL- und Festnetzflatrate von Alice haben, die Fernsehenverbindung kostenlos an. Arcor als dritter Anbieter von Internetfernsehen wird wohl ähnlich wie seine beiden Konkurrenten handeln. Als Bonbon bietet die Telekom die Hinrunde der Fußballbundesliga kostenlos an. Wie man mit der Rückrunde verfährt, steht noch aus.

Internetfernseher wird beliebter

Bis jetzt hat die Telekom 250.000 Internetfernseher, Alice ca. 20.000. Mit den Verbreitungskanälen Satellit, Kabel und Antenne als Konkurrenten fällt es der noch jungen Technik aus dem Internet schwer, für ihre Vorzüge zu werben. Bis 2010 will die Telekom 1.5000.000 Nutzer auf ihre Seite gezogen haben. Weil man mit ProSiebenSat.1 zusammenarbeitet, stehen den Kunden über 2.000 Fernsehfilme, Serien und Shows kostenlos zur Verfügung.

2.5000 Radiosender erweitern das Angebot. Ursprünglich hat man sich mit dem Angebot des Internetfernsehens Neukunden für die Internet- und Telefonflatrates erhofft. Das laufende Quartal, das noch bis Ende September geht, soll 40% aller DSL-Neukunden auf die Seite der Telekom ziehen. Im August konnte die Telekom den zehnmillionsten Breitbandkunden begrüßen.

DSL soll Verluste in der Festnetztelefonie wett machen

Mit DSL-Anschlüssen versucht die Telekom den Kundenschwund auf der Festnetztelefonieseite wett zu machen. Daher stürzt sie sich auch auf den kostenintensiven Ausbau des DSL-Netzes in den ländlichen Regionen. Am Jahresende sollen 96% der Bevölkerung über einen DSL-Zugang verfügen.

Davon wiederum sollen 80 von 100 mit einer Geschwindigkeit von mehr als 2 Mbit/s auf der Datenautobahn unterwegs sein. Wer nicht mit DSL versorgt werden kann, bekommt Abhilfe aus der Luft. Per Satellit sollen dann ein Megabit pro Sekunde drin sein.