DSL Verfügbarkeit

Wer ins Internet geht, möchte dies am liebsten mit Breitbandgeschwindigkeit. Schließlich hat keiner Lust, unnötig Zeit vor dem Rechner zu verschwenden. Da die DSL Tarife inzwischen für jeden mehr oder weniger erschwinglich sind, stellt das Finanzielle ein eher geringeres Problem als die DSL Verfügbarkeit dar. Leider gibt es immer noch weiße Flecken auf der DSL-Verbreitungskarte. Das hat technische Gründe.

So ist z.B. für die Qualität der Verbindung die Länge der Leitung und deren Durchmesser vom DSL-Anschluss zur örtlichen Vermittlungsstelle entscheident. Je kürzer die Kabel und je größer ihre Durchmesser, desto geringer ist ihre Dämpfung. Die DSL-Signale kommen besser durch. Auch das die Vermittlungstelle ausreichend viele Ports hat, ist wichtig. Je mehr Teilnehmer in ein und dem selben Anschlussgebiet sind, desto stärker sind die Interferenzen zwischen den einzelnen Verbindungen.

Zwischen dem Anschluss und der Vermittlungstelle muss ein Kupferkabel verlegt sein. Ansonsten muss auf alternative, umständliche Überbrückungsmöglichkeiten zurückgegriffen werden.

Ausbau des DSL

DSL verfügbar zu machen für die gesamte Bevölkerung, haben sich die Telekom und Vodafone auf die Fahnen geschrieben. In den lückenhaften, ländlichen Regionen konnte die Telekom zuletzt die Verfügbarkeit von DSL auf 140.000 weitere Haushalte ausdehnen. Laut Timotheus Höttges vom Vorstand der deutschen Telekom will der Ex-Monopolist bis Ende 2008 96 von 100 Haushalten mit DSL versorgt haben.

Davon wiederum sollen 80% mit einer Mindestgeschwindigkeit von 2 Mbit/ ausgestattet sein. Im Jahr 2008 hat die Telekom bereits 200 Millionen Euro in den Ausbau von DSL gesteckt. Weitere Millionen werden bis Jahresende folgen. Damit, dass die Telekom DSL verfügbar macht, will sie die Verluste in der Festnetztelefonie kompensieren. Der Telekommunikationskonzern hofft darauf, dass nach dem Bau der Infrastruktur für DSL möglichst viele Bürger Neukunden bei ihm werden.

Versorgung über Satellit

Vodafone spricht sich für eine Versteigerung der freiwerdenden Fernsehfrequenzen aus. Durch die Digitalisierung des Fernsehens könnte die Telebranche an zuvor verschlossen gebliebene Frequenzen gelangen. Die Unternehmen, die durch eine Versteigerung der Frequenzen an neue Verbreitungskanäle gekommen sind, sollen sich im Gegenzug dazu verpflichten, die Bevölkerung mit Breitband zu versorgen.

In dünn besiedelten Regionen ist der Ausbau des Breibandnetzes mittels Telefonleitungen nicht rentabel. Ist die Verfügbarkeit über einen DSL-Anschluss nicht gegeben, kann außerdem noch das Kabelfernsehennetz als Leitmedium für breitbandschnellen Datenverkehr genutzt werden. Damit sind Geschwindigkeiten möglich, die der Verfügbarkeit über DSL 16000 ähneln.